Auswirkungen von TYK2-STAT auf prototypische Strukturzellen in der Homöostase und bei Störungen des Immunsystems

  • Gruppe Bock - Krausgruber

STATs als Regulatoren der Chromatinstruktur und der immunologischen Funktion in nicht-hämatopoetischen Zellen

  • Gruppe Strobl-Müller

TYK2 und STAT1 als vielschichtige Regulatoren in Immun- und Stromazellen der Milz

In der Medizin ist Homöostase als die Aufrechterhaltung der normalen Körperfunktionen durch verschiedene Regelsysteme definiert. So garantiert zum Beispiel ein physiologischer Hormon-, Energie- und Stoffwechselhaushalt den Erhalt und die Erneuerung von Geweben und Organen. Die Struktur von Geweben und Organen wird hauptsächlich von drei Zelltypen bestimmt, die den Körper von Säugetieren formen und erhalten. Endothelzellen kleiden Blutgefäße aus und kontrollieren den Zugang von Stoffwechselprodukten und das Einwandern von Zellen zu den Geweben; Epithelzellen bilden Barrieren, um das Körperinnere vom Äußeren zu isolieren; und Fibroblasten bilden die Bindegewebsschichten, die Gewebe und Organe strukturell unterstützen. Genomweite Untersuchungen der Chromatinaktivitäten dieser Zelltypen im Labor von Christoph Bock zeigten einen wichtigen Beitrag der Strukturzellen in der gewebs- und organspezifischen Immunregulation und Infektionsabwehr.

Die Analyse von epigenetischen und transkriptionellen Mustern hat die STATs als mögliche Mediatoren dieser spezifischen Regulation von Immungenen identifiziert. Die Forschung im Bereich „Homöostase in Strukturzellen“ knüpft an erste Ergebnisse für eine Rolle der JAK-STAT Signalkaskade an und untersucht die zelltyp- und organspezifische Kontrolle der Chromatinorganisation und Transkriptionsaktivität in Strukturzellen, wenn Homöostase durch Infektion, Krebs oder chronische Entzündung gestört wird.