Das JAK-STAT Konsortium in Wien leistet einen international höchst sichtbaren Beitrag zur Erforschung der Signalübertragung durch die JAKs (Janus-Kinasen) und STATs („Signal Transducers and Activators of Transcription“). Seit über einem Jahrzehnt kommen aus dem Umfeld dieses durch den FWF geförderten Spezial-Forschungs-Bereichs (SFB) wichtige Fortschritte in unserem Verständnis der Funktionen von JAKs und STATs in der Homöostase und bei Krankheiten wie Infektionen, Entzündungen und Blutkrebs.
Diese Erfolge beruhen auf der Analyse von genetisch modifizierten Tiermodellen im direkten Vergleich zu entsprechenden menschlichen Erkrankungen.

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Sieben international konkurrenzfähige Forschungsteams in Wien setzen unterstützt von einer starken bioinformatischen Kompetenz gemeinsam moderne Forschungsmethoden, wie Next-Generation- Sequencing- und Proteom-Technologien ein. Wir teilen die Vision, das Wissen über Chromatin-Architekturen, die (patho)-physiologische Prozesse steuern, voranzutreiben. Der JAK-STAT Signalweg dient uns als Paradigma zur Identifizierung von Hierarchien unter den Schlüsselakteuren und Kofaktoren, die die Chromatinlandschaften von Immunzellen, Strukturzellen und Krebszellen prägen. Die JAK-STAT gesteuerten Zellen haben charakteristische Transkriptionsprofile, die entweder eine Voraussetzung für oder eine Folge von Krankheiten sind.

Unser Ziel ist es zu verstehen, wie der JAK-STAT Signalweg die komplexe Reorganisation des Genoms beeinflusst, wenn Zellen differenzieren oder pathophysiologische Veränderungen erfahren. Wir wissen, dass JAK-STAT-Signale umfangreichen Veränderungen im Transkriptom verursachen und dadurch einerseits Zellwachstum und Immunantworten regulieren. Andererseits kann eine unkontrollierte Aktivierung der JAK-STAT Proteine oder Mutationen in den entsprechenden Genen zu Krebs oder entgleisten Immun- und Entzündungsantworten führen. Ein grundlegendes V erständnis wie transkriptionelle Prozesse mit epigenetischen Mechanismen verbunden sind, erfordert die Definition der "Monarchen" an der Spitze der Hierarchie des Chromatin-Remodellings und ihre Abhängigkeit von JAK-STAT Aktivitäten. Das vergleichende Verständnis der Dynamik und Rekonfiguration des Chromatins bei menschlichen Krankheiten und in gentechnisch veränderten Maus-Modellen wird es uns ermöglichen, neue therapeutische Konzepte zu entwickeln.

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